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jambo rafikis
Coastweek - - DIE SOLDATEN der Einsatzgruppe der Marinefliegerflotille befinden sich seit März 2002 in Mombasa im Rahmen der Unterstützung zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus in dem Gebiet des Verantwor-tungsbereiches der US CENTRAL COMMANDS.
Sie sind in den Giriama Quarters am Bamburi Beach stationiert und kümmern sich in ihrer Freizeit sorgevoll um rund 90 Waisenkinder, die seit geraumer Zeit in dem kenianischen Waisenheim WEMA Centre leben.

Das Suaheliwort WEMA bedeutet - sich wohlfühlen.

Andreas Müller, Fregattenkapitän und Kommandeur, 5. Kontingent, berichtet:

Die deutschen Soldaten lernten bei den dort lebenden Menschen teilweise unbeschreibliches Elend kennen.
Durch Privatinitiative, angeleitet und unterstützt durch die deutsche General-Managerin der Liegenschaft Giriama Quarters (einst Giriama Beach Hotel), wird in der dienstfreien Zeit auf freiwilliger Basis mit viel Spaß, Einfallsreichtum, unbändigem Elan und unwahrschein-licher Ausdauer dieses Projekt betreut.

 Es ist unser Ziel, schnell und unbürokratisch zu helfen, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird, auch Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

 Es ist unser Ziel, den Waisenkindern im WEMA Centre menschliche Wärme entgegen zu bringen.

 Es ist unser Ziel, auch im pädagogischen Sinn durch gegenseitiges Erziehen auf die vielen Waisen und teilweise auch auf die Tageskinder einzu-wirken.

 Es ist unser Ziel, mit unserem sozialen Engagement und un-seren sozialen Aktivitäten Akzente in der Umgebung des Waisenheims zu setzen, damit auch im Rahmen der Präsenz und der geforderten Aufklärung der lokalen kenianischen Bevölkerung für unsere Soldaten weitere positive "Mosaiksteine" im "Mosaikbild der Sicherheit" gesetzt werden können.

Die Waisenkinder haben zu großen Teilen, selbst in ihrem jungen Leben auf der Straße, indirekt oder sogar gegen sie selbst gerichtet, Dramatisches erlebt. Die Soldaten vor Ort können die Bedürfnisse der Waisen und der zahlreichen Tageskinder rasch und realistisch erfassen.

Außerdem garantieren wir auch die notwendige Sicherheit, damit Spenden und Spendengüter ohne Umwege die Be-dürftigen erreichen und auch bei ihnen in guter Hand ver-bleiben.

Wir sammeln Kinderkleidung (Sommer) und Spielsachen in Deutschland, überwiegend in der lokalen Region um unseren Heimatstandort Nordholz, und transportieren dies in das Armutsgebiet wo wir alle Geschenke selber verteilen.

Wenn für Kinder Armut grausamer Alltag ist, dann ist ein kleiner Teddy oder farbenfrohe Kleidung in Art "second hand" mit das schönste Geschenk der Welt. Das 1.Kontingent hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Selbstversorgung der hilfsbedürftigen Kinder für die Zukunft sicherzustellen.

Mit einfachen Mitteln wurde ein Stück schwer zugängliches Land für den Ackerbau vorbereitet.

Riesige Baumwurzeln wurden mit Spaten und Schippe und Manneskraft aus dem harten Erdreich ausgegraben.

Der Anbau von Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Bananen, Paprika, Tomaten, Cassawa, Papaya und Auber-ginen wurde ermöglicht, indem junge Pflanzensetzlinge in den frisch aufbereiteten Boden eingebracht wurden.

Ein Hühnerstall wurde gebaut und mit Spendengeldern aus dem Kontingent 30 Hühner und 3 schwangere Ziegen gekauft.

Das WEMA-Projekt wird von Kontingent zu Kontingent weiter geführt.

Mit dem Bau eines Brunnens und des dazugehörigen Wasserspeichers beschäftitgen sich die Soldaten des 2. Kontingents.

Geldspenden ermöglichten den Bau eines Wasserturmes mit zwei 500 Gallonen Tanks.

Zwei grundlegende Projekte auf dem Weg zur Selbstversorgung konnten dadurch realisiert werden.

Das 3. Kontingent. Die sanitären Einrichtungen im WEMA Centre waren nicht für diese recht große Personenzahl ausgelegt.

Hier sahen die Angehörigen des 3. Kontingents unter Führung von Fregattenkapitän Rainer Haag Handlungsbedarf und begannen kurz nach der Ankunft in Mombasa mit den Arbeiten am Projekt "zusätzliches Waschhaus".

Ziel war es, mit der Hilfe eines ansässigen Bauunternehmers ein Waschhaus zu bauen, das die vorherrschende kritische Situation im Bereich der sanitären Anlagen entschärfen sollte.

Für alle Kinder standen vor Beginn dieses Projekts nur sechs Duschen zur Verfügung.

Das neue Waschhaus sollte dagegen zusätzliche acht Duschen und vier Waschbecken für rund 90 Waisenkinder umfassen.

Schnell wurde das Fundament ausgehoben und genauso schnell sorgten anhaltende Regenfälle für einen gleichmäßig hohen Wasserstand im Funda-mentgraben.

Man konnte den Eindruck gewinnen, dass in Kenia die Uhren langsamer ticken als anderswo auf der Welt.

Der Bauunternehmer nebst seinem Mitarbeiterkreis musste des öfteren hinsichtlich Weiterbauen motiviert werden, da wir die Fertigstellung inklusive Übergabe eigentlich noch innerhalb dieses noch recht jungen Jahrhunderts geplant hatten.

Bei jedem Besuch der Kinder im WEMA Centre blickte jeder Soldat und Gast kurz um die Ecke, um den Fortschritt des eigenen Projektes zu bewundern.

Großes Lob gebührt allen Soldaten des 3. Kontingents, die bei der Finanzierung dieses Projektes geholfen haben.

Mit freiwilligen Spenden, einer amerikanischen Auktion während des Oktoberfestes und den Einnahmen des Frisörs aus der "Reihenhaussiedlung" stand die Realisierung auf einer festen finanziellen Basis.

Am 16. November 2002 war es dann so weit; mit einem feierlichen Akt, eingebunden in ein Grillfest mit den Kindern des Centres, wurde das Waschhaus übergeben.

Auf der Zielgeraden bis zur Fertigstellung galt es noch das eine oder andere zu überwinden.

So musste beispielsweise ein ortsansässiger Fliesenleger engagiert werden, um die Duschbereiche zu fliesen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz sollte das Vorhaben gleichwohl gelingen und das Projekt Waschhaus war innerhalb des gesteckten Zeitraumes erfolgreich beendet worden.

Lokale Presse, Sponsoren des WEMA Centres und die Angehörigen des 3. Kontingents feierten zusammen die Übergabe, die mit einer symbolischen Schlüsselübergabe gekrönt war.

Weitere Auskünfte zum Einsatz "Enduring Freedom" finden Sie auf der Internetseite:

www.deutschemarine.de

gruß malaika

(www.bibimalaika.de)

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