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 Sparsamkeit im Trend? 09.09.2003 (11:00 Uhr) CrazyTwins

    Berlin (ddp). Die Tourismusbranche sieht sich seit Monaten neuen
Herausforderungen gegenüber: Den traditionellen Reiseveranstaltern
ist durch die so genannten Low-Cost-Airlines, durch Preisbrecher,
Discounter und andere touristische Neulinge eine echte Konkurrenz
erwachsen. Diese haben allesamt eines gemeinsam: Sie tragen das
Attribut «billig» im Namen. Billig ist trendy, billig ist ein Stück
Zeitgeist - auch in Sachen Urlaub. Denn obwohl die Deutschen
nachweislich am Urlaub zuletzt sparen, sind sie doch nicht abgeneigt,
auch dieses Budget knapper zu halten. Die großen deutschen
Veranstalter stellen sich dem neuen Wettbewerb mit eigenen
Preiswertmarken, doch mit unterschiedlichen Strategien.

    «Angesichts der gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
zunehmenden Preissensibilität des Verbrauchers kommen wir an dieser
Diskussion gerade als Marktführer nicht vorbei», sagt Volker
Böttcher, Vorsitzender der Geschäftsführung der TUI Deutschland.
Allerdings werde die Debatte teilweise überspitzt geführt, denn es
handele sich beim Billigmarkt eigentlich um einen Nebenschauplatz.
«Der so genannte Niedrigpreis- oder Discountmarkt beim Reisen macht
in Deutschland rund 15 Prozent des Gesamtmarktes aus - nicht mehr und
nicht weniger», betont Böttcher. Nahezu 80 Prozent des Umsatzes werde
nach wie vor in der Mitte des Marktes mit der klassischen
Pauschalreise gemacht.

    Natürlich hat auch die TUI im diesjährigen Preispoker mit
kleineren und größeren Aktionen kräftig mitgespielt. Unter der Marke
TUI habe man allerdings weder in der Vergangenheit «in billig
gemacht», noch werde man das in Zukunft tun, so Böttcher. Die Marke
TUI stehe nach wie vor für Qualitätsurlaub. In einem Teilmarkt, in
dem der Urlauber zuerst nach dem Preis entscheidet, seien Zielgebiet,
Hotelqualität, Service und Zusatzleistungen jedoch nachrangig.
Entsprechend diesen Bedürfnissen stelle sich der Konzern mit seinen
Marken Discount Travel für den Last-Minute-Urlaub und 1-2-FLY für den
preisgünstigen Pauschalurlaub darauf ein. Die Gründung der
eigenständigen und unabhängig von der TUI operierenden Marke Discount
Travel sei notwendig gewesen, weil man mit der Marke TUI eben nicht
«billig» werden wollte.

    Während der Marktführer auf eine klare Abgrenzung der Marken
setzt, geht man bei Thomas Cook - der Nummer 2 der Branche - den
umgekehrten Weg. Mit dem Start in die Wintersaison 2003/2004 hat der
Konzern seine Low-Budget-Sparte neu organisiert. Der bisher für den
Niedrig-Preis-Urlaub zuständige Veranstalter air marin verschwindet
vom Markt, knapp kalkulierte Pauschalreisen werden nun unter der
neuen Marke Neckermann-Preisknüller vermarktet. «Wir nutzen somit
auch für dieses Segment die Markenbekanntheit unserer großen Marke
Neckermann-Reisen», erläutert Günther Geske, der für die neue Marke
verantwortlich zeichnet. Im Konzern gibt es so nun nur noch zwei
Marken: Neckermann für das mittlere und untere Preissegment, Thomas
Cook für das obere.

    Die Zielgruppe von Neckermann-Preisknüller sei klar definiert:
Preisbewusste Verbraucher, bei denen die Urlaubskasse limitiert ist
oder die einfach clever buchen und sparen möchten. Die
Angebotspalette konzentriert sich auf ein unkompliziertes Angebot.
Der Fokus liegt auf dem Kerngeschäft, bestehend aus Flug, Transfer,
Hotel und Reiseleitung. Unter dem Motto «Extra-Knüller» werden
erstmals flexible Preise für einige Zielgebiete in den Katalogen
angeboten. Im Katalog steht dabei nur ein Eckpreis, der für das Hotel
an mindestens einem angegebenen Termin und Abflughafen garantiert
ist. Alle anderen Preise können tagesaktuell kalkuliert werden.
«Preisnachlässe durch Einkaufsvorteile beim Hotelier oder durch
Flugabschläge können wir so direkt an den Kunden weiter geben», so
Geske. Nachfragen beim Buchen im Reisebüro lohnt sich also.

    Nur wenig Veränderungen in der Strategie gibt es bei den anderen
deutschen Niedrigpreis-Veranstaltern. Tjaereborg aus dem Rewe-Konzern
und der unabhängige Veranstalter Alltours setzen vor allem auf das
traditionelle Winterziel Kanaren, verstärkt aber auch auf das
östliche Mittelmeer mit preisgünstigen Angeboten für Ägypten und die
Türkei sowie für Kuba, die Dominikanische Republik und Kenia.
Aufgrund des günstigen Dollar-Wechselkurses sind die Preise teilweise
erheblich niedriger als in der Vorjahressaison, durch
Frühbucherrabatte - meist bei Buchung bis zum 31. Oktober 2003 gültig
- lässt sich noch mehr sparen.



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