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 Überleben für Strassenkinder 08.03.2003 (14:37 Uhr) bljambo
Hallo Kenia Freunde,

wir haben bei unserem letzten Keniabesuch mit unserem Freund Günter Godor über ein Projekt gesprochen, das er vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat. Es handelt sich um
"ÜBERLEBEN FÜR STRASSENKINDER e.V" . Dieser eingetragene Verein kümmert sich um die Strassenkinder in Kenia. Günter Godor und seine Helfer haben einige Projekte in Kenia gestartet, mit denen er den Kindern Vorort helfen will, u.a. baut er zur Zeit eine Plantage in West-Kenia auf, in der biologischer Zitronengrastee angebaut werden soll.
Eine Bestellung aus Europa über 4 Tonnen liegt auch schon vor. Um die Pflanzungen anfangen zu können, braucht er aber ca. 500.- Euro als Spenden. Da dieses ein eingetragener Verein ist, sind die Spenden voll absetzbar!
Wenn Ihr unserem Freund auch helfen wollt, mailt uns bitte an und wir werden Euch gerne mehr über das Projekt sagen.

Für alle die gerne sofort helfen möchten, hier die Konto-Nr. von  Ueberleben fuer Strassenkinder ist 84403300 bei der Hypo Vereinsbank BLZ 70020270.

Danke Rafikis

Kwaheri
Marion und Bernd
Badische Zeitung vom Mittwoch, 12. März 2003

Frischer Wind vom Victoria-See
Kenias neuer Präsident Mwai Kibani hat den Kampf gegen die Korruption aufgenommen / Ein Vorbild für ganz Afrika?

Von unserem Korrespondenten Christoph Link

"Chokora" ist Kisuaheli und heißt "Unordentlicher". Ungefähr eine Hundertschaft dieser Chokora, dieser zerlumpten Straßenkinder, haust in einer schwarzen Häuserruine gleich hinter dem Globe-Cinema-Verkehrskreisel von Nairobi. Staubgraue und an Klebstoff schnüffelnde Kinder kauern hier in einer Ecke, in Lumpen gekleidete Jugendliche spielen Fußball auf dem blanken Beton und wäre Streetworkerin Josseline Muraya nicht dabei, würde man sich wohl fürchten. Nairobis ältere Straßenkinder sind berüchtigt für ihre Attacken auf Passanten, für Straßenraub oder Vergewaltigung.
Doch was sich seit einigen Wochen hier tut, grenzt an ein Wunder: Straßenkinder gehen zur Schule. Am frühen Nachmittag kehren zwei Dutzend "Ehemalige", in schmuddeligen Uniformen gekleidet, aus der "Riverbank"-Grundschule heim in ihre Ruine. In den 24 Jahren unter Altpräsident Daniel Arap Moi hätte man allein bei dieser Vorstellung gelacht. Jetzt ist es Wirklichkeit. Die Kinder plaudern ausgelassen und in stockendem Englisch über ihre Lieblingsfächer, ihre Wünsche und ihre Berufsziele. Mwai Kibaki hat nicht nur ihnen den Schulbesuch ermöglicht, alle kenianischen Kinder haben seit Anfang Januar das Recht auf freien Besuch der Grundschule. Kibaki hat die Schulgebühren abgeschafft, und damit eines seiner Wahlversprechen eingelöst.
Unter den 30 Millionen Kenianern macht sich seit dem Regierungswechsel Zuversicht breit. Gerade die Schulgebühren hatten viele Eltern in die Armut gestürzt, jetzt wird deren Abschaffung als Segen empfunden. Im ganzen Land hat ein Ansturm auf die 17 000 öffentlichen Schulen eingesetzt, geschätzte drei Millionen Kinder wurden neu aufgenommen. Der Dorfschullehrer Hillary Omondi aus der Region Busia berichtet, dass er früher 65 Kinder in der Klasse unterrichtet hatte, jetzt habe er 100. "Ich kenne nur die Schlausten und die Frechsten mit Namen", sagt Omondi. Auch 15-jährige Analphabeten hätten sich einschulen lassen - zum Teil hockten die Kinder auf dem Boden. "Aber die Schüler sind eifrig, die Eltern sind glücklich."
Das gute Gefühl, das "Feeling good", von dem viele Kenianer derzeit sprechen, betrifft viele Lebensbereiche. Vor allem Kibakis konsequenter Kampf gegen die Korruption trägt dazu bei, sein hartes Durchgreifen gegenüber Polizei, Behörden und Justiz. Die Polizisten, die früher Autofahrer und Passanten wegen Nichtigkeiten drangsalierten, Geld erpressten oder sie auf die Wache entführten, sind sanfter geworden. Er sei spät- abends vom Busbahnhof gekommen, erzählt Peter Kiragu, ein Kellner, da habe ein Polizist ihn bei einer Kontrolle um fünf Kenianische Schillinge (fünf Cents) für eine Zigarette angebettelt. Früher, sagt Kiragu, zu Zeiten des Moi-Regimes, hätte eine solche Kontrolle brutaler ausgesehen: Man hätte seine Taschen durchwühlt und ihn bedroht, würde er nicht 50 Schilling zahlen. Korrupten Polizisten oder Rangern in den Nationalparks, die Abholzungen dulden, hat die Regierung die Entlassung angedroht und in Einzelfällen vollzogen.
Nicht nur den Kleinen geht es an den Kragen, auch die Köpfe der großen Verbrecher rollen. Unter öffentlichem Druck und nach der Einberufung einer Justizkommission zur Untersuchung der Korruptionsvorwürfe gegen ihn, ist Kenias oberster Richter, Bernard Chunga, zurückgetreten. In der vergangenen Woche nahmen auch der Präsident von Kenias Zentralbank und der Chef der Steuerbehörde ihren Hut. Beide waren in einen Bankenskandal verwickelt, der sich in den letzten Monaten der Moi-Ära abspielte und in dessen Zusammenhang 18 Millionen Euro verschwanden - vermutlich auf Konten von Mitgliedern der alten Regierungspartei Kanu.
"Ich werde den Kampf gegen die Korruption persönlich leiten", hatte Präsident Kibaki bei der Eröffnung des Parlamentes versprochen. "Korruption beginnt an der Spitze, und da fangen wir an." Als wichtigste Vorhaben will die "Regenbogen"-Allianz von Kibaki, die sich auf eine breite Mehrheit im Parlament stützt, eine Anti-Korruptionsbehörde gründen und einen Benimm-Katalog für Beamte einführen.

Jambo Bernd,

leider habe ich erst heute diesen interessanten Artikel gelesen. Er gibt ja Grund zur Hoffnung, dass Kenias Kinder einer besseren Zukunft entgegen sehen können.Der Anfang ist gemacht und es gibt noch viel zu tun. Möge dieses Projekt wenigstens ein paar Kinder glücklich machen.

Viel Erfolg!

Liebe Grüße,
Marion
Ein Beitrag des Initiators:


SURVIVAL FOR STREETKIDS

Survival For Streetkids is an N.G.O based at Diani Beach, Kenya which supports orphaned and semi-orphaned street children and also kids found at garbage heaps or in the bushes. Presently we are operating between UKUNDA and DZOMBO at the border to Tanzania at the Kenyan South Coast and are taking care of 27 children.

Our target groups are: children without parents or just a single parent who are already housed and fed by a community or a church group etc., from the age of 5 to 18 years. Thus we try to remind the members of communities and other groups of their own responsibility towards these destitute children.

Our objectives are: clothing and schooling these children,
                                       paying for school materials and
                                       for medical services, and
                                       helping out with food, when the single
                                       parent is jobless.

        The funding is done through donations and fundraising actions such as selling Lemongrass Tea - which is donated to S.F.S . by its director Günter Godor -  to tourists etc., the hotels and other institutions. We also have a sister NGO in Germany called ÜBERLEBEN FÜR STRAßENKINDER  helping us with donations of its members.
For further information
please contact in Kenya:

Günter Godor
P.O Box 1235 Ukunda
Tel: 0733/804801

In Germany:
Günter Godor, Konrad Engelhardtstr. 11, 82131 Gauting.
Tel. 089/8503696. Fax. 089/8503695.
e-mail: godor@web.de

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